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M u s i k

Wildwasser und Gitarren

Ich habe einige Fotos aus den Zeiten, als ich in Bands mitspielte. Leider sind sie sehr dunkel, also ohne Blitz aufgenommen oder mit Blitz, und es gibt Spiegelungen auf dem Gesicht etc. Drei davon möchte ich vorstellen.

  1. Hier ist ein Schwarz/Weiß-Foto von mir mit meiner Hamer. Damals spielten 38 Special mit dieser Marke und wenn die es konnten, warum nicht auch ich? Meine Hamer und ich
  2. Dann kam meine Gibson Les Paul. Die Noname rechts nahm ich zum Slide-Spielen, in A-Dur gestimmt. Die Akustik ist eine 12-String Hohner, Baujahr 1970. Eine Super-Gitarre, die mir als einzige geblieben ist und die ich auch heute noch manchmal spiele. Allerdings nur mit sechs Saiten, und zwar Ernie Ball E-Strings. Gitarren.
  3. Und dann gab es als letzte Band Wildwasser. Der Name ist natürlich geklaut. Es gab eine Southern Rock Band names Stillwater und ich habe den Namen ins Gegenteil übersetzt. Wir spielten Hardrock, Bluesrock und Blues,
  4. Der Rest waren Eigenkompositionen, geklaut, gemischt, selbst komponiert, laut und fetzig, Point Blank und anderen Bands nachempfunden. Wildwasser in Dießen

    Vier Mann-Besetzung, Marshal-Amps, zwei Gibson Les Paul plus Fender-Baß.
    Auf der linken Seite ist Wolfgang, ein echt guter Gitarrist. Wenn wir Solo gegen/miteinander spielten, habe ich mich immer gefragt: Aber hört denn niemand, dass der viel besser ist? Beifall kam trotzdem.
    In der Mitte am Baß ist Sigi, unser Sunnyboy, mit einer guten Röhre und Feeling für den Frontman. Er kam bei den Girls immer gut an.
    Und rechts bin ich, der Blick durch die Finger der linken Hand hypnotisiert: Nur ja keinen Fehler machen!
    Unser Sepp an den Drums ist nicht zu sehen. Das Schicksal der Drummer! Meistens ist ein Becken dazwischen.

    Unser letzter Auftritt war in Straubing, ein Benefizkonzert zu Gunsten des Straubinger Tiergartens, das immerhin mit 120 zahlenden Gästen 1.200 DM in die Kassen brachte. Artikel und Foto in der Straubinger Tageszeitung (haben wir extra auf den Stufen der Propyläen am Münchner Königsplatz gemacht), die PA von der örtlichen Dynacord-Vertretung Ernst, die das Konzert auch mitschnitt, gestellt und Superstimmung. Wenn ich heute die Casette höre, fahre ich voll ab. Power, Power, Power. Und ich fühle, wie es damals war bei der Zugabe. Zuerst ein Eigengewächs "We are midnight rock'n'rollers" dann "Born to be wild". Und nach dem Beifall nur noch hinsetzen, weil die Knie zitterten. Dies werde ich nie vergessen.

    Ende der Zeitreise zurück ins 1982.

5. Januar 1997 + 5 März 2001