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Science Fiction und Fantasy
Neuerscheinungen im Mai 1998
Margaret Bonanno
Die Inseln der Andernen (The Others)
509 Seiten, TB Heyne 065286
Science Fiction
Diese Autorin kannte ich bisher durch ihre Startrek-Romane, die nicht schlechter, aber auch nicht viel besser als die
anderen der Serie sind. Die Inseln der Andernen ist natürlich ganz anders, hat mit Startrek nichts zu tun. Es
ist ein zum großen Teil beschaulich dahinplätschernder Roman, dessen Handlung zwischen Gegenwart und
Vergangenheit wechselt und der mich leider nicht überzeugen kann. Die soziologische Komponente ist der Autorin
wichtig, keine Technik. Dies bedeutet nicht automatisch, daß ein Roman langweilig sein muß. Bei diesem trifft
es aber leider zu. Einer der Romane, bei denen ich das Ende herbeigesehnt habe und auch so einige Seiten nur schnell
überflogen habe. Da hilft auch der eigentlich recht gute Stil nicht mehr. ***
(16. Mai 1998)
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Alan Dean Foster
Katzenspiel (Cat-A-Lyst)
331 Seiten. TB Heyne 065933
Science Fiction
Eine Katze wacht über das Wohl der Menschheit! In Wirklicheit ist es keine Katze, sondern sieht nur so aus. Dieser
Plot gefällt mir als Katzenmensch (das Gegenteil zum Hundemenschen) und auch sonst läßt sich das Buch
ganz gut an. Viel Humor und Ironie sind am Werk und einige Seiten lang geht dies auch gut. Aber dann beginnt EAF zu
übertreiben und Humor und Ironie werden platt und langweilen. Nur, dies alles liest sich sehr flüßig,
weshalb der Ärger recht kurz ist. Und das Ende ist dann wieder einigermaßen gelungen und macht so manche
Schwäche wieder gut. Leichte Unterhaltung mit ein paar gelungenen Seitenhieben, die ich aber nicht verrate.
*** (16. Mai 1998)
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Stephen Baxter
Flux (Flux)
476 Seiten. TB Heyne 065937
Science Fiction
SB wurde uns beim Erscheinen seines ersten Titels als der neue Stern am SF-Himmel verkauft. Bislang ist er den
Nachweis, daß er dieses Prädikats würdig sei, schuldig geblieben. Sicher, er schreibt nicht schlecht und
hat viele Ideen. Eine davon ist das Leben in der Atmosphäre eines Neutronensterns, Leben, das die Menschheit nach
ihrem Ebenbild und Tieren der Erde geschaffen hat. Der Roman ist der vierte innerhalb des Xeelee-Zyklus und ein Ende
ist noch nicht abzusehen.
Für mich allerdings ist dieser Zyklus beendet. Es tut mir leid, aber das Ganze ist so unglaubwürdig und seine
Versuche eine wissenschaftliche Basis zu schaffen, verfehlen ihr Ziel. Beim nächsten Titel von SB, der nicht zu
diesem Zyklus gehört, werde ich es mir gut überlegen, ob ich ihn noch kaufe. Vielleicht erst nach einer
positiven Besprechung?
*** (25. Mai 1998)
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Algis Budrys
Harte Landung (Hard Landing)
188 Seiten. TB Heyne 065938
Science Fiction
Wie man dem Titel entnehmen kann, havarieren Außerirdische auf unserer Erde. Ihr Raumschiff wird im Sumpf
versenkt und die Überlebenden versuchen auf verschiedenen Wegen unterzutauchen und unter den Menschen
zu leben. Dies ist ein angenehm zu lesender Roman, dünn und ohne große Ambitionen. Einfach eine kurze und
fundierte Schilderung mit einem Touch X-Files. Durchaus zu empfehlen.
*** bis **** (31. Mai 1998)
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Tricia Sullivan
Lethe (Lethe)
574 Seiten. TB HC Heyne 065940
Science Fiction
Nicht gelesen.
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Gun-Britt Tödter
Das letzte Lied. Das Schwarze Auge 32. Roman
294 Seiten. TB Heyne 066032
Fantasy
Bis zu einem bestimmten Punkt ist auch dieser DSA-Roman gut zu lesen. Dann wird er etwas überladen und der
Showdown in den Höhlen ist mir einfach zu viel. Manchmal ist weniger mehr. Auch die Charaktere kommen bei mir
nicht so gut an. Es sind 2 1/2 Wochen vergangen seit ich das Buch gelesen habe und ich weiß schlichtweg nichts
mehr über sie. Trotzdem, das Niveau der Serie ist weiterhin gut.
*** (27. Juni 1998)
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Jak Koke
Fremde Seelen (Stranger Souls) Erstes Buch der Drachenherz-Saga. ShadowrunTM
29. Band 334 Seiten. TB Heyne 066129
Science Fiction
Ryan Mercury ist der Protagonist: Etwas über zwei Meter groß, knapp 130 Kilo schwer, nur durchtrainierte
Muskeln, magisch verstärktes und beschleunigtes Fleisch. Keine Cyberware, keine Bioware. Ein Ki-Adept.
Er ist gerade mitten in einem äußerst riskanten Einsatz im Herzen Aztlans, als sein Mentor und Chef,
der Großdrache Dunkelzahn - gerade zum Präsidenten der Vereinigten Kanadischen und Amerikanischen
Staaten gewählt und Herr eines der fünf großen die Welt beherrschenden Konzerne - bei einem Attentat
mit einer Bombe gemeuchelt wird.
Wer noch nie einen ShadowrunTM-Roman gelesen hat, mag nun etwas verwirrt sein. Für die
Eingeweihten deutet diese kurze Einführung auf eine interessante, vielleicht spannende, rasante Story hin. Und
wer so denkt, liegt richtig. Bei mir ist die ShadowrunTM-Serie fest etabliert und ich freue mich auf jeden
neuen Band. Hoffentlich geht diese Drachenherz-Saga, von der noch nicht bekannt scheint, wieviel Bände
sie umfassen wird, auf diesem Niveau weiter. **** (31. Mai 1998)
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Jonathan Wylie
Botschaften aus einem fremden Land (Other Lands)
462 Seiten. TB Heyne 069001
Fantasy
Eine neue Ära der Fantasy meint Heyne, Machtvolle und
originelle Fantasy, geschrieben von zwei neuen Meistern* des Genres wird Terry Pratchett zitiert. (*
Jonathan Wylie ist das Pseudonym des Autorenpaars Kark und Juli Smith.) Dieser Paralellweltroman hat es wahrlich nicht
verdient, daß mit diesen Zitaten übergroße Erwartungen geweckt werden. Er ist gut geschrieben,
spannend, interessant und anders, als viele Fantasyromane. Aber sooo neu ist die zu Grunde liegende Idee auch wieder
nicht und Romane dieser Art hat es schon immer gegeben. Aber auf jeden Fall: Empfehlenswert für alle, die die
"normale" Highfantasy nicht mögen. **** (31.
Mai 1998)
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Teresa Edgerton
Das Kind des Saturn (Child of Saturn). Erster Roman der Trilogie Die Grünen Löwen
396 Seiten, TB Heyne 9002
Fantasy
In der keltischen Mythologie hat schon so manche/r AutorIn ihre/seine Anregungen gefunden. Einige gute Romane waren
das Ergebnis. Gut ist auch dieser Auftakt zu einer Trilogie. Abstriche mache ich bei den Namen. Wenn ein Namensregister
zum Verstehen eines Romans nötig ist, macht das auf mich schon ein negativen Eindruck. Muß ich jetzt dieses
Register auswendig lernen, um die Handlung verstehen zu können? Ich denke nicht daran. Ich lese und hoffe,
daß sich irgendwann das Verständnis einstellt.
Und Gott sei Dank ist dies bei diesem Buch der Fall. Als Protagonisten treten bald eine junge Zauberin, Teleri, eigentlich
noch Lehrling (oder Gesellin?), und Ceylin, ein adliger Krieger, auch er magisch, hervor. Ihre Widersacherin ist Diaspad,
Schwester des Königs und Schwarzmagierin. Es ist noch unklar, wie aus dieser Situation heraus Stoff für die
Trilogie entsteht. Aber es läßt sich gut an und macht Interesse auf den zweiten Band.
*** bis **** (7. Juni 1998)
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Teresa Edgerton
Der verborgene Mond (The Moon in Hiding). Zweiter Roman der Trilogie Die Grünen Löwen
300 Seiten, TB Heyne 9003
Fantasy
Vor einigen Monaten hat Heyne begonnen, bei Zyklen zwei oder sogar drei Bände im selben Monat auszuliefern.
So kan ich auch bei dieser Trilogie den 2. Band sofort nach dem 1. lesen. Und so macht die Geschichte richtig Spaß.
Diaspad spinnt ihre Intrigen und versucht ihrem Sohn mit allen Mitteln den Weg zum Thron zu ebnen. Wie vorherzusehen
war, gelingt es Teleri und Ceylin mehr schlecht als recht dies zu verhindern. Und so bleibt die Spannung erhalten und da
der 3. Band schon im Regal steht, werde ich bald wissen, wie sich alles auflösen wird. Weiterhin
*** bis **** (7. Juni 1998)
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