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Science Fiction und Fantasy
Neuerscheinungen im März 1998
Und wieder liegen 8 Titel Heyne-TBs neben mir. Und wieder haben die Zyklen ein Übergewicht: 6 Fortsetzungen zu
2 Einzeltiteln. Gespannt bin auf den 2. Band von Michael McCollums Antares-Zyklus. Der 1. hat mir sehr gut gefallen.
Schön ist, daß nur 3 Monate seit dem Erscheinen des letzten Jordan vergangen sind. Da habe ich Hoffnung,
daß ich noch ein bißchen von diesem weiß. Dann hoffe ich, daß mich der neue Gene Wolfe nicht
enttäuschen wird. Schau' mer mal , dann .....
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Robert Jordan
Die Hexenschlacht (Lord of Chaos 4. Teil) Das Rad der Zeit 16. Roman
331 Seiten, TB Heyne 065524
Fantasy
Ich nehme an, daß mit diesem Buch Lord of Chaos fertig übersetzt ist. Circa 70 Mark hat es insgesamt gekostet.
Da kann man auf den Gedanken kommen, daß der gute Heyne-Verlag hier kräftig abkassiert. Andererseits
werden damit die Titel finanziert, die sich nicht tragen. Also - nicht beklagen und Schwamm drüber. Denn: Wann
sind wir von einem Zyklus so gut unterhalten worden? Jordan schreibt gleichmäßig auf höchstem
Niveau und ich denke, daß er sich mit Das Rad der Zeit an die Spitze der Fantasyautoren geschrieben
hat.
Besonders hat mich gefreut daß Der mit den Wölfen spricht-Perrin eine breitere Rolle spielt.
Ich habe diese Figur in den Teilen 2 und 3 vermißt.
Das Original Lord of Chaos muß wohl um die 1.500 Seiten haben. Wenn ich Lord of Chaos in einem Zug lesen
würde, bräuchte ich mindestens 24 Stunden, um mich in der realen Welt wieder zurechtzufinden. Jordan
schreibt einfach zu gut!
***** (14. März 1998)
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Nigel Findley
Höhenflug (No Limits) 35. Roman im BattletechTM-Zyklus
440 Seiten. TB Heyne 065655
Science Fiction
Eine E-Mail eines Bekannten mit dem Prädikat SAUGUT hat mich dazu veranlaßt, diesen
Roman vorzuziehen und vor den Februar-TBs zu lesen. Und es hat sich gelohnt. Der positive Eindruck, den NFs vier
Romane aus dem Shadowrun TM-Universum bei mir hinterlassen haben, hat sich bestätigt. Es ist dies
allerdings ein völlig untypischer BattletechTM-Roman. Das Buch hat einen fulminanten Start und erst
nach etwa 150 Seiten läßt die Spannung etwas nach. Und dann dauert es nochmal mehr als 100 Seiten, bis
Mechs eine Rolle spielen. Bis dahin ist es ein spannend und überzeugend geschriebener Thriller, den ich auch jedem
Nicht-Battletech-Fan empfehlen möchte. Aber auch der Rest ist nicht schlecht und auf jeden Fall gut zu lesen.
Darum **** Sterne und ***** für den ersten Teil.
(1. März 1998)
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Roger McBride Allen
Die zerschmetterte Spähre (The Shattered Sphere) Die heimgesuchte Erde 2. Roman
565 Seiten. TB Heyne 065913
Science Fiction
Im Januar habe ich meine Review des 1. Bandes geschrieben. Dort steht "Ich bin etwas ratlos (merkt man an dieser
Review) und erhoffe mir weitere Aufschlüsse bei der Lektüre des zweiten Bandes". Diese weiteren
Aufschlüsse sind leider ausgeblieben. Es geht in etwa so weiter, wie im 1. Band. Leider ohne Besserung. Was bleibt
ist mein Unbehagen, daß das Phänomen des Schwarzen Lochs von diesem Autor extrem strapaziert wird und
es ihm nicht gelingt, das Fundament schlüßig aufzubauen. Beide Romane haben ihre spannenden und interessanten
Passagen. Aber das reicht nicht aus, um sie empfehlenswert zu machen. Vieles scheint mir auch ein paar Nummern zu
groß angelegt, wird dadurch so unglaubhaft, daß selbst ein erfahrener Leser wie ich des öfteren den
Kopf schüttelt. Durchschnittsware, die nur dem eingefleischtem Fan der übertechnischen SF gefallen wird.
***. (5. April 1998)
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Michael McCollum
Antares Passage (Antares Passage) 2. Roman des Antares-Zyklus
396 Seiten. TB Heyne 065924
Science Fiction
Da ich diesen Roman direkt nach Roger McBride Allen gelesen habe, drängt sich natürlich ein Vergleich auf.
1. Die Protagonisten sind hier besser dargestellt, kommen bei Allen zu kurz.
2. Die Schwarzen Löcher bei McCollum schlagen Allens um Längen.
3. Es wird eine interessante Geschichte erzählt, wirklich erzählt.
Auch wenn "Antares Passage" gegenüber dem 1. Band "Antares erlischt" im Niveau etwas
nachläßt, bleibt es trotzdem noch ein gutes Buch. Da der Roman eigentlich kein Ende vorzuweisen hat, ist
davon auszugehen, daß demnächst die Fortsetzung erscheinen wird. Hoffentlich auf dem Niveau des 1. Bandes.
*** bis ****. (5. April 1998)
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Andreas Eschbach
Die Haarteppichknüpfer
324 Seiten. TB Heyne 065927
Science Fiction
Ein Bekannter hat mich schon vor einiger Zeit auf diesen Roman hingewiesen und ihn empfohlen. Dann hat er den
Literaturpreis des SFCD als bester deutscher Roman 1995 bekommen, wie auf dem Umschlag zu lesen ist. Vielleicht waren
dadurch meine Erwartungen zu groß. Denn als so gut habe ich ihn nicht empfunden. Eschbach hat einen
guten SF-Roman mit originellen Einfällen geschrieben (der Titel ist wörtlich zu nehmen), und die Geschichte
ist ordentlich erzählt.
Ein paar Punkte trüben allerdings das Lesevergnügen: Eine
menschliche, intergalaktische Zivilisation, die 180.000 Jahre besteht. Ganze Galaxien wurden vergessen und
wiederentdeckt. Ein Kaiser, der zehntausende von Jahre lebt, unsterblich ist. Bei aller dichterischer Freiheit, diese
Gigantomanie führt mir einfach zu weit. Läßt da eine große deutsche SF-Serie grüßen?
*** bis ****. (5. April 1998)
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Gene Wolfe
Die Nachtseite der langen Sonne (Nightside the Long Sun) Das Buch der Langen Sonne 1. Roman
397 Seiten. TB HC Heyne 065941
Science Fiction
Durch dieses Hardcover-TB habe ich mich gequält. Aber ich wollte es nicht einfach zur Seite legen, wollte nicht
wahrhaben, daß Gene Wolfe auf fast 400 Seiten eigentlich nichts zu sagen hat. Von den meisten Mainstreamautoren
erwarte ich genau diesen Typ Geschichte: Einen Tag / eine Woche im Leben des blabla. Auf 50 Seiten komprimiert
wäre es eine akzeptable Shortstory. Aber als Auftakt eines 4-bändigen SF-Zyklus - nein danke. Über
kurz oder lang wird dieses Buch auf meiner Verkaufliste auftauchen. Und Lust auf die Folgebände? Ich bin kein
Masochist. Keine Wertung.
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Sharon Shinn
Erzengel (Archangel)
588 Seiten. TB HC Heyne 065952
Fantasy
Im März 1997 besprach ich "Im Zeichen der Weide, Heyne-TB 0605634", den in Deutschland ersten Roman
dieser Autorin. Ich gab ihm vier Sterne und empfahl ihn als wunderschönes, nicht zu anspruchsvolles Märchen.
"Erzengel" ist da ein ganz anderes Kaliber, hat mich aber nicht weniger begeistert. Wo andere Autoren dem
Leser lang und breit erklären, damit langweilen oder unglaubwürdig werden, ist es bei dieser Autorin
einfach so. Sie konzentriert sich auf die Personen, die die nötige Substanz bekommen und menschlich werden. Auch
wenn es etwa zur Hälfte Engel sind und es im Dunkel bleibt, warum sie so sind, wie sie sind. Auch diesen Roman
möchte ich sehr empfehlen, allerdings nicht unbedingt dem Fan der Heroic Fantasy, der mächtige Zauberer
und schwertschwingende Helden liebt.
**** bis *****. (12. April 1998)
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Johan Kerk
Heldenschwur. Das Schwarze Auge 31. Roman
302 Seiten. TB Heyne 066031
Fantasy
Bis auf wenige Ausrutscher konnte ich bisher gegen die Qualität der Romane der DSA-Reihe nichts einwenden. Auch
Johan Kerks Buch fällt nicht aus der Reihe. Er erzählt eine ansprechende, unterhaltende Geschichte und am
Ende ist sie auch noch spannend mit einem guten Plot. Die Sprache ist nicht so überladen, wie bei manchen seiner
Kollegen. Auch ist es nicht notwendig ein Eingeweihter zu sein, wie es bei anderen DSA-Romanen manchmal
vorkommt. *** bis **** (12. April 1998)
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