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Science Fiction und Fantasy

Neuerscheinungen im November 1997

Diesmal sind es: Ein gebundes Buch (48,--) und 6 TBs. 4 sind Einzeltitel und 3 gehören zu Zyklen. 4 laufen unter Science Fiction, 3 unter Fantasy und ich muß noch 2,5 von den Oktobertiteln lesen. Zusammen sind es 3.964 Seiten, was im Durchschnitt 566 Seiten pro Buch ergibt, pro Tag muß ich also 132 Seiten lesen.

Schwerter

Heyne tb 0605149 Wolfgang Jeschke Meamones Auge. 141 Seiten. HC TB Heyne 0605149. Science Fiction
WJ hat sich die Genmanipulation als eines der Themen fuer diesen Roman ausgesucht. Dann hat er seine Phantasie spielen lassen und einen herausragenden Roman geschrieben. Bei dem Wort Roman haben meine Finger gezögert. Bei den voluminösen Schinken, die fast den Rest der Neuerscheinungen ausmachen, sind 140 Seiten eigentlich mehr eine (Short) Story, ein Kapitel. Wenn jemand beim Preis von 14.90 zurückschreckt, kann ich das verstehen. Macht 10 Pfennige pro Seite. Bei anderen sind es 2 Pfennige. Aber dafür ist es auch gebunden (Titel des Monats) und der Inhalt ist mehr wert, als 1000 Seiten schlechte Fantasy. Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch. Respekt, Herr Jeschke und vielen Dank. ***** (23. November 1997)

Schwerter

Heyne tb 0605493 Victor Milan Der schwarze Drache (Black Dragon) BATTLETECH TM 33. 464 Seiten. TB Heyne 0605493. Science Fiction
Also in diesem Buch ist ja wirklich alles drin. Vom Spionagethriller zum Actionroman. Ehrlicherweise gebe ich zu, daß ich so einige Absätze übersprungen habe, da mir bewußt wurde, daß ich mir unmöglich alles merken konnte. Dies hat die Lektüre nicht negativ beeinflußt, auch weil der militaristische Anteil an Mechkämpfen nicht groß ist. Insgesamt ein akzeptables Buch mit der Einschränkung: Weniger wäre mehr gewesen. *** bis **** (23. November 1997)

Schwerter

Heyne tb 0605632 Paula Volsky Trugbilder (Illusion). 1007 Seiten. HC Heyne 0605632 Fantasy
Interesse an der Französischen Revolution? Nein? Dann ist das Lesen dieses Romans nicht sinnvoll. Oder doch? Ich meine ja! Nun ist dies keine Actionfantasy. Historische Romanze und High Fantasy (sagt Katherine Kurtz laut Cover) treffen ziemlich genau. Natürlich heißt der Oberböse nicht Robbespiere und sein Gegenspieler nicht Danton. Aber sie sind nicht zu verkennen. Die Hauptperson, eine gerade dem Mädchenalter entwachsene Adlige, überlebt mit Müh und Not, findet am Ende auch noch die Liebe ihres Lebens wieder. Happy End. Soweit die Romanze. Dann gibt es noch die Magie. Aber sie ist etwas anders, als wir es aus dem Genre gewöhnt sind. Mir hat dieser Roman Spaß gemacht und ich bin gespannt, was andere Stimmen dazu sagen werden. **** (23. November 1997)

Schwerter

Heyne tb 0605905 Gordon R. Dickson Der Drache im Krieg (The Dragon at War). 4. Roman des Drachenritter-Zyklus. 510 Seiten. TB Heyne 0605905. Fantasy
In diesem Band lernen wir weitere Lebewesen dieser Parallelerde kennen. Natürlich magische Lebewesen: Den Seeteufel Rrrnlf; das älteste Lebewesen, den Riesenkraken Granfer; die Seeschlange Essessili und deren Mitseeschlangen, die die englischen Drachen ausrotten wollen. Ärgerlich ist, daß der Klappentext Rrrnlf als Verräter bezeichnet, wo er doch treu zu unserem Drachenritter hält. Doch dies soll der Lesefreude keinen Abbruch tun. Dickson steigert sich von Band zu Band und ich freue mich auf den nächsten. **** bis ***** (30. November 1997)

Schwerter

Heyne tb 0605911 Philip José Farmer Der Zorn des Roten Lords (Red Orc's Rage). 317 Seiten. TB Heyne 0605911. Science Fiction
Dieser Roman kann mich nicht überzeugen und ich finde ihn überflüßig. Lesbar ist er ja, aber leider nicht mehr. Farmer schreibt über sich selbst, als wäre es nicht er. Nun dieser Egotrip könnte ja amüssant oder interessant sein. Nur was er daraus macht, vermag nicht an die Welt der tausend Ebenen oder die Flußwelt der Zeit anzuknüpfen. Darum gibt es auch nur **. (30. November 1997)

Schwerter

Heyne tb 0605916 James B. Johnson Treckmeister (Trekmaster). 572 Seiten. TB Heyne 0605916. Science Fiction
JBJ ist mir bislang noch unbekannt. Nach der Lektüre seines Romanes freue ich mich, ihn bzw. seinen Roman, kennengelernt zu haben, denn dieser macht mich neugierig auf mehr von JBJ. Dies ist reinste SF: Ein fremder Planet mit einer intelligenten Urbevölkerung und von Menschen mit deren Einverständnis besiedelt; viele weitere Planeten sind von der Menschheit entdeckt und besiedelt worden. Dazu kommen noch starke Protagonisten, eine spannende Handlung und ein paar Überraschungen. Und eine gute Übersetzung (Norbert Stöbe). Somit sind alle Voraussetzungen erfüllt und das Ergebnis ist ein sehr unterhaltsamer Roman, der mir viel Spaß gemacht hat. Darum **** (14. Dezember 1997)

Schwerter

Heyne Das zerbroche Rad Ulrich Kiesow Das zerbrochene Rad. Ein Roman aus der Welt des Schwarzen Auges 953 Seiten. Gebunden Heyne. Fantasy
"Darf's noch ein bisserl mehr sein?" fragen in München die Standlfrauen und Verkäuferinnen und setzen als Antwort ein Ja voraus. Aber, ich müßte schon masochistisch veranlagt sein, um bei diesem Buch mit Ja zu antworten. Es ist beileibe nicht schlecht geschrieben, hat einige sehr gute Stellen. Aber es ist zu lang. Ich muß nicht die Einzelheiten der Lebensgeschichte aller Protagonisten kennen, um einen Roman verstehen zu können. Sehr oft habe ich an Karl May gedacht, der in seinen späteren Werken manchmal sehr philosophisch wurde. Da UK ein Jahr vor mir geboren wurde, kann ich mir sehr gut vorstellen, daß wir die gleichen Romane gelesen haben, wozu sicher auch die Werke Karl Mays gehört haben. Es ist sehr schade, daß er das Erscheinen seines Wälzers nicht mehr erlebt hat. Zumindest den Erfolg seiner Schöpfung "Das Schwarze Auge" konnte er miterleben (die TB's verkaufen sich sehr gut, habe ich gehört). Mit ihm verliert die deutsche Fantasy-Szene einen wichtigen Protagonisten.
Zurück zum Buch: Die guten und weniger guten Teile wechseln sich ab. Am beeindruckendsten war das letzte Drittel mit der Schlacht gegen die Truppen Borbarads. Die Beschreibung der Magie, die Idee der Flügel hat mir sehr gut gefallen. Dies ist ihm vorzüglich gelungen. Dann hat UK aber so manches mit zu viel Liebe bis ins kleinste Detail ausgeführt und er hat übertrieben.
Wenn jemand im Jahr drei Bücher liest, ist es ihm egal, wie lange er ein Buch in Händen hält. Bei der Menge, die ich lese, ist es schon ein bißchen ärgerlich, wenn ich nach gelesenen 20 Seiten feststelle, daß ich sie ohne etwas zu versäumen, hätte überspringen können. Und vor allem, wenn dies zum wiederholten Male passiert. Apropos Hände: Ich mußte alle zwei Minuten die Hand, die das Buch hielt, wechseln, damit ich keinen Krampf bekam. Das Erscheinungsdatum kurz vor Weihnachten ist natürlich taktisch wohl überlegt: Dies scheint mir ein typisches Geschenkbuch zu sein. Wer es sich selber kauft, sollte sich überlegen, wieviel Zeit er für die Lektüre zu Verfügung hat. Auch ein sehr geübter Leser wird es nicht unter 15 Stunden schaffen. *** für die Drittel 1 und 2, **** fürs 3. (21. Dezember 1997)

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