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Science Fiction und Fantasy
Neuerscheinungen im Juli 1997
Endlich klappt es wieder mit den Heyne-Neuheiten. Am 6. des Monats sind sie bei mir angekommen. Zehn TBs: Zwei unter
300 Seiten, eines über 600, der Rest von 3xx bis 5xx. Acht gehören zu Zyklen, nur zwei sind Einzeltitel:
Der Storyband und der Dickson.
Für die Ferienmonate werfen, wie der eingeweihte Leser weiß, die Verlage mehr Titel auf den Markt. So
mancher Deutsche kauft dann sein einziges Buch des Jahres und hat vor, es während des Urlaubs zu lesen. Ob es
dann auch so weit kommt? Nobody knows.
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Hadmar von Wieser
Der Lichtvogel. Elementare Gewalten 1. Teil. Das Schwarze Auge 26. Roman.
285 Seiten. TB Heyne 0606026. Fantasy
Keine Bewertung
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L. Sprague de Camp
Die Schwerter von Zinjaban (The Swords of Zinjaban). 9. Roman des Krishna-Zyklus.
396 Seiten. TB Heyne 0604193. Fantasy
Humor in der Fantasyliteratur? JA JA JA! Aber nicht von Terry Pratchett und Tom Holt usw, die mich
ziemlich langweilen. Ich provoziere einmal ein bißchen: Wenn ich einen Roman lese, möchte ich einen Roman
lesen. Wenn ich Witze lesen will, lese ich ein Witzblatt! Zu streng? Anfangs war die Scheibenwelt ja witzig, aber ich
finde, sie hat sich totgedreht. Bei "Gevatter Tod" bin ich eingeschlafen und mit Tom Holt kann ich nichts anfangen.
Ich freue mich für jede/jeden, die/der über diese Romane lachen kann. Das Leben ist ernst genug. Ich freue mich
über "Die Schwerter ... " denn:
- Die Romane um Fergus Reith haben mir schon immer gefallen und dieser gefällt mir sehr gut.
- Wirklich gute Weine werden im Alter immer besser und manche Schriftsteller auch.
- Humor ist natürlich Geschmackssache.
Wie Sprague de Camp die Filmindustrie und das Drumherum persifliert, finde ich allererste Klasse und darum gibt es auch
**** bis *****. (13. Juli 1997)
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James White
Chef de Cuisine (The Galactic Gourmet). 9. Roman Orbit Hospital.
379 Seiten. TB Heyne 0604982. Science Fiction
Auch James White ist für mich ein alter Bekannter. Die ersten drei Titel seiner Hospital-Serie sind in Deutschland
in den 70ern als TBs (TerraTB + Ullstein) erschienen, aber schon aus den Zeiten der Terra-Hefte ist er mir bekannt.
Seine Klassifikation von Lebewesen anhand eines Vierbuchstabencodes könnte eines Tages - vorausgesetzt die
Menschheit wird in den interstellaren Raum vorstoßen und andere Planetensysteme erreichen und die Evolution hat
auch dort Lebewesen hervorgebracht - universelle Gültigkeit erlangen. Ich (DBDG, terranisch) hätte
überhaupt nichts dagegen dann von seinem Chef de Cuisine Gurronsevas (FGLI, tralthanisch) bekocht zu werden.
Im Gegenteil! Es ist köstlich beschrieben, was Gurronsevas im General Hospital durch seine Versuche, das Essen
für alle Species zu verbessern, so alles anrichtet. Und wie er dann die Probleme der Weltraummediziner mit einer
unbekannten Species auf einem bis dahin unbekannten Planeten löst, ist einfach gut geschrieben. Ich glaube,
daß dies nicht nur den Hobbyköchen gut gefallen wird. Auf jeden Fall empfehlenswert!
****. (17. Juli 1997)
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William H. Keith
Operation Excalibur (Operation Excalibur). 32. Roman BattleTechTM.
400 Seiten. TB Heyne 0605492. Science Fiction
In diesem Band erfahren wir, wie sich die "Gray Death Legion" aus der, ihr von Brandal Gareth gestellten Falle
befreit. Auch wenn so manches vorhersagbar ist, bleibt es ein flüßig geschriebenes, unterhaltsames Buch. Zum
Einstieg in die Serie ist es wenig geeignet, da es direkt an die Ereignisse auf dem Planeten Caledonia anschließt.
***. (17. Juli 1997)
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Robert Jordan
Stadt des Verderbens (Lord of Chaos 2. Teil). Das Rad der Zeit 14. Roman.
410 Seiten. TB Heyne 0605522. Fantasy
Es ist einfach schade! Da hat Heyne diesen herausragenden Zyklus im Programm und die Bände werden zerhackt.
Bei der Lektüre dieses neuen Bandes werden die Nachteile dieser Veröffentlichungsweise überdeutlich.
Es fehlt mir der Zusammenhang zu dem Vorhergeschehenen; zu viel Zeit ist vergangen, seit ich den 1. Teil gelesen habe.
Mit den ersten Bänden hat es ja noch gut funktioniert: Monatlich kam ein TB und der Fluß der Serie blieb
erhalten. Auch wenn da schon aus einem Originalband zwei TBs wurden. Jetzt macht mir das Lesen viel weniger Spaß!
Dies ist sehr ärgerlich, da ich den Zyklus sehr gut finde. Für sich alleine dastehend, fällt "Stadt des
Verderbens" ab, was sicher nicht so wäre wenn ich direkt zuvor "Die Fühler des Chaos" gelesen
hätte. *** bis ****. (27. Juli 1997)
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Anne McCaffrey
Damia (Damia). 2. Roman des Rowan-Zyklus.
447 Seiten. TB Heyne 0605623. Science Fiction
Auch dieser 2. Band ist wirklich lesbar. AMC beschreibt das Heranwachsen Damias, der Tochter Rowans, bis zum Zeitpunkt,
an dem sie ihr erstes Kind erwartet. Dann gibt es noch böse und friedliche Aliens, Liebe und Schmerz. Wie immer bei
AMC sind die Menschen im Mittelpunkt, die Technik ist nur Beiwerk. Wobei in diesem Falle Technik auch die PSI-Kräfte
unserer Protagonisten (und der Menschheit) einschließt. Unterhaltsam, menschlich, gut zu lesen. Was fehlt mir da?
Vielleicht ein bißchen mehr Spannung? Vielleicht werde ich es beim Lesen des 3. Bandes wissen. Bis dahin
*** bis ****. (1. August 1997)
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Gordon R. Dickson
Wolf und Eisen (Wolf and Iron).
638 Seiten. TB Heyne 0605662. Science Fiction
Auf der Umschlagrückseite finde ich das Wort Abenteuerroman und dieses trifft ins Zentrum. SF ist in diesem Buch
nur die Prämisse, daß die technische Zivilisation zusammengebrochen ist und die wenigen Überlebenden mit
den verbliebenen Resten der Technik und ihrem Wissen ums Überleben kämpfen. Nun ist dies kein neues Sujet
und wer wie ich schon Romane mit diesem Thema gelesen hat, wird mir hoffentlich beipflichten, daß
GRD großartige Arbeit geleistet hat. Er verzichtet auf die - ansonsten - oft obligatorischen blutigen Episoden und
beschreibt uns das Zusammenleben zwischen den beiden Protagonisten, einem Mann und einem Wolf. Er hat sich zu einem
Sachverständigen für Wölfe entwickelt und breitet dieses Wissen vor dem Leser aus. Dann fehlt
natürlich noch die Protagonistin, die den beiden Vorgenannten in nichts nachsteht und im Schlußteil kommt
dann noch die nächste Generation hinzu. GRD hat mit "Wolf und Eisen" ein Buch geschriebenen, das mir
sehr gut gefallen hat. Wer diesen Absatz bis hier gelesen hat, weiß nun, was ihn erwartet und wenn es ihn
interessiert, kann ich ihm nur zum Lesen raten. ****. (1. August 1997)
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Asimovs Science Fiction
Isaac Asimov's Science Fiction Magazine 49 Folge.
330 Seiten. TB Heyne 0605666. Science Fiction
Es hat ein bißchen länger gedauert, bis dieser Storyband an die Reihe gekommen ist; ich bin halt kein großer
Storyfan. Aber dieser Auswahlband ist es wert, gelesen zu werden. Von Mary Rosenblum, Nancy Kress und Mike Resnick
habe ich in den letzten Monaten gute Romane gelesen und bin von ihren Stories überzeugt worden. Auch die
anderen Autoren sind zu loben und auch der deutsche Beitrag hat mir gefallen. Was will ich mehr? ****
. (28. September 1997)
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Nancy Kress
Bettler in Spanien ( Beggars in Spain). 1. Roman des Bettler-Zyklus.
572 Seiten. HC Heyne 0605881. Science Fiction
Während Gordon R. Dickson (siehe oben) die Zivilisation untergehen läßt, gibt es bei Nancy Kress eine
aller Welt kostenlos zur Verfügung stehende Energiequelle, die Y-Energie, die dies verhindert. Natürlich wird
sie in den USA gefunden und sorgt dafür, daß die USA auf Jahre hinaus wirtschaftlich prosperieren, da die
restliche Welt die Technologie dort kaufen muß. Die Gentechnik hat riesige Fortschritte gemacht und das Genom
des Menschen soweit entschlüsselt, daß es möglich wird, einzelne Fähigkeiten für sein Baby
zu bestellen.
Dazu gehören auch, daß kein Schlaf mehr benötigt wird, die Intelligenz und die Lebenserwartung steigen.
Die "Schlaflosen" sind den "Schläfern" haushoch überlegen und dominieren Wirtschaft und
Forschung. Daß dies alles nicht ohne Konflikte passieren kann, ist leicht zu verstehen. Die heutige
Situation der steigenden Arbeitslosigkeit, also das Verschwinden der Arbeit für den "Normalbürger",
wird von NK gesteigert und es arbeiten nur noch 20 %. Diese werden "Macher" genannt, im Gegensatz zu den
"Nutzern", also den Menschen, für die es keine Arbeit gibt.
Wir sehen also ein Horrorszenario vor uns ausgebreitet und dies ist der Grund, warum mir dieser Roman nicht
so gut gefallen hat. Leider deuten einige Indikatoren heute in eine Richtung, die nicht mehr so weit von den
Ideen NK's entfernt ist. Nur die kostenlose Energie ist (noch?) pure Phantasie. Seine Auszeichnungen (Hugo und Nebula)
hat "Bettler in Spanien" zurecht bekommen. Momemtan rätsle ich noch, was der Rest dieser
Future History bringen wird. **** (10. August 1997)
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Jennifer Roberson
Ein Gobelin mit Löwen (A Tapestry of Lions Teil 1). 8. Roman des Cheysuli-Zyklus.
286 Seiten. TB Heyne 0605878. Fantasy
Nun ist also auch die 1. Hälfte des 9. Bandes geschafft und die 2. Hälfte steht schon im Regal. Ich hätte
auf jeden Fall gewartet, bis diese erschienen wäre. Den Schluß des Cheysuli-Zyklus will ich am Stück
lesen.
Inzwischen habe ich ein bißchen auf diversen Web-Seiten nach diesem Zyklus gesucht und ausschließlich sehr
positive Meinungen gefunden, unter die ich mich auch weiterhin einreihe. Wer Lust hat, rufe Alta Vista auf und suche nach
Cheysuli. Aber Achtung: Zeit nehmen!
**** (10. August 1997)
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